Sonderpädagogische Förderung mittels Spracherkennung
Was ist Spracherkennung?

Spracherkennung wird als die bahnbrechende Entwicklung in der Beziehung
zwischen Mensch und Computer seit der Erfindung der Maus und der gra-
fischen Benutzeroberfläche Mitte der Achtziger Jahre beschrieben, mit dem ein
weiterer Meilenstein in der Erstellung des geschriebenen Wortes erreicht wurde.
Spracherkennungssysteme hat man sehr schnell weiterentwickelt.
Per Sprache werden der Computer gesteuert, Texte diktiert, Grafiken hergestellt
bzw./ oder Lernprogramme ausgeführt. Dafür muss eine personengebundene
Sprachdatei angelegt werden. Im Befehlsmodus, Diktiermodus und Buchstabier-
modus wird die Arbeit am PC über das Spracherkennungssystem erledigt.

Welcher Schüler wird mit Hilfe der Spracherkennung gefördert?

Schülerinnen und Schüler, denen schriftsprachliche Äußerungen mit der Hand
oder anderen Hilfsmitteln aufgrund einer Behinderung nicht oder kaum möglich sind,
kann ein Spracherkennungssystem wichtiges Hilfsmittel sein.
Das Spracherkennungssystem kann in solchen Fällen ein wichtiger Beitrag
zur Verbesserung von Lebensqualität sowie der Optimierung von schulischem
und beruflichem Lernen leisten. Es gibt kaum noch Arbeitsplätze ohne
Computeranwendungen. Ob per Hand oder mit Spracherkennung zu bedienen
ist für die Erfüllung der Arbeit unwesentlich. Somit haben Schüler mit dieser
Förderung eine Chance im Berufsleben.
Der sonderpädagogische Förderbedarf, hier das Spracherkennungsprogramm,
wird individuell auf den Schüler bezogen und ist unabhängig vom Förderort
einsetzbar.

Kriterien für die Benutzung der Spracherkennung

Die Schülerin/ der Schüler sollte:

   - gut lesen können,
   - die Handhabung der Tastatur kennen und die Abläufe im Rechner verstehen,
   - keine Beeinträchtigung in der Sprechmotorik haben