Hilfswerk körperbehinderter Kinder und Jugendlicher e.V.


Robert-Blum- Straße 34/36
17033 Neubrandenburg
Tel./Fax: 0395 5706490
E-Mail: Hilfswerk-N@t-online.de


Neubrandenburg, Dezember 2009




Hilfswerk körperbehinderter Kinder in Neubrandenburg feiert im Jahre 2011
seinen 20. Geburtstag


Am 5. Juni 1991 hatte das Hilfswerk für körperbehinderte Kinder und Jugendliche e.V. in Neubrandenburg seinen Gründungstag. Mit anfänglich 49 Mitgliedern begann es seine Arbeit auf der Grundlage des noch heute gültigen Statuts. Im Laufe der Zeit hat sich die Zahl der Mitglieder mit unkomplizierten Austritten und Neuaufnahmen bei ca. 30 stabilisiert. Eltern und engagierte Pädagogen sind in verschiedenen Projekten und zu unterschiedlichsten Anlässen für körperbehinderte Kinder und Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern oft nur für einen begrenzten Zeitraum tätig. Vor allem geht es ihnen um die Gestaltung einer vielseitigen Freizeit und die Verbesserung des Wohlbefindens. Die Arbeit funktioniert durch ehrenamtliches Engagement, eine hohe Fachkompetenz und viele Ideen, auch bei knappen finanziellen Möglichkeiten.
Zahlreiche Projekte zur Wahrnehmungsförderung, Bewegungs- und Kommunikationsförderung im gesamten Tagesablauf, Ferien- und Tagesreisen, Anschaffungen von Spielgeräten und technischen Hilfsmitteln sind einige der Wirkungsfelder. Ein besonderes Engagement zeigte der Verein in den letzten Jahren dabei, Kindern und Jugendlichen aktive Kunst- und Kulturerlebnisse durch Zusammenarbeit und durch Anleitungen von Bildenden Künstlern zu ermöglichen. So sind die Ergebnisse dieser Arbeiten im Kindergarten „Stolpersteinchen“, am Speisesaal und im Atrium der Schule zu beeindruckenden Blickfängen geworden. Traditionelle Unterstützungen von Theater-, Kino- oder Museumsbesuchen der Kinder und Jugendlichen in Neubrandenburg, in Waren oder auch Berlin erfolgen regelmäßig. Besuche auf einem nahen Reiterhof, in umliegenden Tierparks oder auch Begegnungen mit Therapiehunden werden seit Jahren mit zahlreichen Partnern variantenreich arrangiert.
Eine behindertengerechte Bühne, besonders für öffentliche Auftritte von Rollstuhlfahrern geeignet, im renovierten Speiseraum der Landesschule für Körperbehinderte existiert durch Finanzierungen des Hilfswerkes, ebenso wie wichtige Bestandteile des Snoezelraums in der Schule, der für aktive Entspannung und zur Wahrnehmungsförderung eingerichtet wurde. Die vielgestaltigen Freizeitangebote in der Ganztagsschule, im Internat, im Kindergarten „Stolpersteinchen“ und im Sonderhort sowie durch die Schulbibliothek sind beständig durch das jahrelange Engagement des Hilfswerkes komplettiert worden.
In der Festwoche anlässlich des 40. Jahres des Bestehens der Landesschule für Körperbehinderte vom 28.9.bis 2.10. 2009 hat das Hilfswerk für Auftritte von Künstlern, das angeleitete und aktive Erkunden der Stadt Neubrandenburg, für Veranstaltungen im Kino „Latücht“ und für das Kinderfest erhebliche Mittel eingesetzt.
Durch die integrierenden Ansätze des Hilfswerkes in den Einrichtungen der Landesschule wurden viele aktive und gemeinsame Erfahrungen und einmalige Erlebnisse für die Kinder und Jugendlichen organisiert. Die ehrenamtliche Arbeit lebt von den aktuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und den daraus resultierenden Ideen seiner Mitglieder. Uneigennütziges Wirken der Mitglieder und Freunde des Hilfswerkes sind die Möglichkeiten und zugleich auch Grenzen der Arbeit.
Die langjährige ehrenamtliche Arbeit des Vorstandes und die Bewältigung seiner Arbeitsanforderungen ohne einen eigenständigen Verwaltungsapparat erscheinen mitunter als außergewöhnliche Leistungen. Sie gelingen noch heute ohne viel Aufheben bei sich wandelnden Anforderungen. Viel Dank für ihr zuverlässiges und kindbezogenes Wirken gilt dem langjährigen Vorsitzenden Dr. Ingolf Friede, seiner Stellvertreterin Helga Mohr, der erst kürzlich ausgeschiedenen Schatzmeisterin Karin Gromoll, Martina Betcher und Ingrid Herms. Das Motto des Hilfswerkes: „Ein Dach geben und eine Bleibe gestalten helfen“ erweist sich als langfristig gültig und erfolgreich handlungsführend.
Jeder, der sich von dem ehrenamtlichen und uneigennützigen Wirken des Hilfswerkes angesprochen fühlt, kann es mit einer kürzeren oder längeren Mitgliedschaft, einer Spende oder auch durch die Vermittlung wichtiger Partner zur Bewältigung alltäglicher und neuer Anforderungen unterstützen.


Dr. Ingolf Friede
Vorsitzender

Kontakt: Hilfswerk-N@t-online.de oder Hilfswerk-N@lfk-neubrandenburg.de

   


"Die Bildhauerin Barbara Wetzel übergibt für das Atrium der Schule am 13.7.2009 die Ergebnisse des Projekts von Schülern aller Klassen "Wer wir sind (uns umrahmen)". Durch das Hilfswerk wurden die Kosten für das Material und die Assistentin der Künstlerin übernommen. Frau Conny Breindl als Mitglied des Hilfswerkes hat die Vorbereitungen, den Verlauf und den Abschluss des Projektes organisiert."


Aus den Dankesworten des Vorsitzenden zur Feier 20 Jahre Hilfswerk für körperbehinderte Kinder und Jugendliche e.V. am 29.06.2011


Liebe Mitglieder und Freunde des Hilfswerks, liebe Schüler und Gäste,

es ist schön und aufregend, heute als Vorsitzender des Hilfswerks für körperbehinderte Kinder und Jugendliche e.V. diese Feierstunde mit einem Kinderfest zum 20. Geburtstag zu erleben. Vielen Dank für die überreichten Blumen und Kunstwerke. Vor allem danke ich allen Organisatoren dieses Tages und den vielen Gästen. Besonders freue ich mich, dass ehemalige Mitglieder und Vorstandsmitglieder sowie wichtige Partner des Hilfswerks anwesend sind.
Zu verschiedenen Gelegenheiten werden wir als ehrenamtlich tätige Vorstandsmitglieder gefragt, warum wir zusätzlich zu unserer Arbeit diese ehrenamtlich Vereinstätigkeit übernehmen.
Eine Antwort ist mit Sicherheit gültig: um mehr Lebensqualität und Selbstständigkeit für unsere Kinder und Jugendlichen in der Schule, in der Vorschuleinrichtung und im Internat zu erreichen. Ohne das Hilfswerk wäre vieles nicht möglich geworden. In 20 Jahren sind es viele tolle Erlebnisse bei Ferienfahrten und Klassenfahrten, in der Ferienfreizeit, auf dem Bauernhof in Mallin, bei Theaterbesuchen, bei zahlreichen Kunst- und Musikprojekten geworden. Zahlreiche Bücher, Zeitschriften, Computer, Spielzeuge, Küchengeräte, Spielgeräte, spezielle Ausstattungen, Freizeit- und Sportgeräte, Audio- und Videogeräte oder Hilfsmittel gäbe es nicht. Das Entwickeln von Förderprogrammen zur Bewegungsförderung- konduktive Förderung- oder zur Sprach- oder Schreibförderung nicht sprechender Kinder oder bei Muskelerkrankungen über Computerhilfsmittel gehören in unsere Chronik. Auch die ersten Fahrten der Rollstuhltanzgruppe nach Holland rechnen dazu. Zahlreiche Wahrnehmungsprojekte, unser Wahrnehmungsraum, der Snoezelraum, die rollstuhlgerechte Bühne, die künstlerische Ausgestaltung im Atrium der Schule oder im Kindergarten haben dadurch gewissermaßen ihr Leben beginnen können. Ausgangspunkt sind immer intensive Weiterbildungen, Recherchen und Erfahrungsaustausche zahlreicher Mitglieder und Freunde des Hilfswerks gewesen. Dadurch hat sich bis heute das Profil dieser Schule fortentwickelt und erweitert und die Integration vieler Kinder vertieft.
Viele Anschaffungen über das Hilfswerk, wie Spielgeräte oder die Jägerhütten auf dem Schulhof, sind durch die langjährigen Baumaßnahmen und einen natürlichen Verschleiß nicht mehr vorhanden. Für den Schulhof und das Freizeitgelände muss gerade viel neu angeschafft werden. Seit gestern Nachmittag stehen bereits ein Wippfloss, zwei Eckbänke und eine kleine Theke da, die wir allein aus Vereinsmitteln mit rund 10.000, € finanziert haben. Wenn der TÜV heute Nachmittag alles abnimmt und der Schutzanstrich und die Fundamente getrocknet sind, können sie ab der nächsten Woche genutzt werden. Für alle Erlebnisse und Ergebnissen sind die Ideen, das hohe Fachwissen, die vielfältigen Weiterbildungen und Konsultationen, die zusätzliche Arbeit, die Durchhaltefähigkeit und die Leidensfähigkeit von Mitgliedern und Freunden des Hilfswerks entscheidend für den Erfolg. Vom Erfassen der Bedürfnisse und Entwicklungspotentiale unserer Kinder bis zur Entwicklung einer Idee zu ihrer Realisierung sind es oft lange Wege. Das Aufschließen von Eltern, Sponsoren, Behörden, das Auswählen, Beschaffen, Abrechnen von Mitteln, und weitere Entwickeln dieser Projekte, das war und ist kein einfacher Weg. Dafür an dieser Stellen einen kräftigen Applaus für das bisher Geleistete.
Vor zwanzig Jahren wurde unser Verein in diesem Raum gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählten damals Frau Kube , Frau Nehring Frau Rehders, Frau Richter und Herr Schühlmann. Diesen heute noch sehr aktiven Mitglieder möchten wir anlässlich des 20. Gründungstages für ihr langjähriges und vielseitiges Wirken die Ehrenplakette des Hilfswerks überreichen.